Alterssiedlung Espenhof Nord

Ort: Langgrütstrasse, 8047 Zürich
Auftragsart: Wettbewerb, 1. Rang 2019
Ausführung: 2023 – 2025
Auftraggeberin: Stiftung Alterswohnungen der Stadt Zürich - SAW
Zusammenarbeit: ARGE mit Theres Hollenstein Architektur
Landschaftsarchitektur: planetage gmbh, Zürich
Tragwerksplanung: Borgogno Eggenberger + Partner AG, St.Gallen
HLKKS-Planung: Pfenninger & Partner AG, Zürich
Dokumentation: PDF anzeigen
 
 
Die Alterssiedlung Espenhof liegt in einem Wohngebiet in Zürich-Albisrieden, zwischen den ausgedehnten Anlagen der Stadtgärtnerei und des Schulhauses Letzi. Charakteristisch für die Umgebung sind sich immer wieder öffnende Blickachsen in die Tiefe der Grundstücke und eine dichte Begrünung mit mächtigen Bäumen. Heute wird die Siedlung den Bedürfnissen für das Wohnen im Alter nicht mehr vollumfänglich gerecht. Während der Espenhof Süd als Zeitzeuge erhalten bleibt, soll durch den Ersatzneubau Espenhof Nord die Chance genutzt werden, mehr Wohnraum zu schaffen und innovative Konzepte umzusetzen. Mehr

 
Drei typologisch stark verwandte, unterschiedlich hohe Baukörper bilden ein Ensemble und verweben die neue Alterssiedlung mit der heterogenen Umgebung und dem Grünraum. Entlang der Fellenberg- und der Langgrütstrasse begleiten zwei tiefere Anbauten die Strassenräume. Sie schaffen dort eine angemessene Massstäblichkeit und lassen den Blick frei auf den Hügelzug der Albiskette. Zur Grundstücksmitte hin bilden die Bauten «Köpfe» aus, die Bezüge zu den bestehenden Bäumen schaffen und die drei Häuser formal zu einer Einheit zusammenbinden. Es etabliert sich ein prägnanter und öffentlicher Mittelpunkt in der neuen Siedlung. Der mächtige Baumbestand bleibt weitestgehend erhalten und wird mit Espen und Eichen ergänzt. Im Erdgeschoss sind sämtliche öffentlichen und halböffentlichen Nutzungen angeordnet, sowie Erdgeschosswohnungen mit direkter Erschliessung über die Zugangslaube.
 
Ein Grossteil der insgesamt 155 Wohnungen sind 2.5-Zimmer Wohnungen. Sie sind um eine zentrale Zone mit Küche, Bad und Garderobe organisiert und Ost-West orientiert. Hofseitig gibt es einen grosszügigen Eingangs- und Essbereich mit einem direkten Zugang zur Gemeinschaftsloggia, die sich jeweils zwei Wohnungen teilen. In den Köpfen und strassenseitig über Eck sind die Treppenhäuser als Mehrspänner organisiert. Auch diese Wohnungen sind über Eckfenster zweiseitig orientiert und werden durch die Nähe zu den Baumkronen und Blicke in die Freiräume charakterisiert. Alle Wohnungen profitieren sowohl vom Zugang auf eine Gemeinschaftsloggia als auch auf einen individuellen Aussenraum im Osten oder Westen.
 
Die Neubauten reagieren auf die heterogene Umgebung mit einer selbstverständlichen Zurückhaltung, die gleichwohl an Bauten aus der Gartenstadt erinnert. Eine leicht wirkende Holzkonstruktion gliedert die Fassade vertikal. Im Erdgeschoss begleiten die nach unten geführten Doppelstützen aus Holz den Laubengang. Dieses Motiv erinnert an die inventarisierte Siedlung Espenhof Süd vis-à-vis der Strasse und fasst den siedlungsinternen Hofraum. Weniger

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