Schreinerei Hörler

Ort: Bildstrasse 5, 9015 St.Gallen
Direktauftrag: 1987
Ausführung: 1987 – 1988
Bauherrschaft: Hörler AG
Publikation: DBZ, Deutsche Bauzeitschrift, 7/1989
Dokumentation: PDF anzeigen
 
Das Gebäude gliedert sich in Büro- und Schreinereitrakt. Der Stahlskelettbau der Schreinerei wird belichtet durch ostgerichtete Shedfenster. Der massive Bürotrakt öffnet sich gegen Westen. Seine Erschliessung wird markiert durch den vertikal aufstrebenen Treppenbau. «Wirtschaftliche und rein nutzungstechnische Überlegungen geniessen in der Regel Priorität bei der Realisation von Gewerbe- und Industriebauten. Architektur wird oft durch Renditedenken verdrängt und als teure Nebensächlichkeit missverstanden. Monoton konzeptionierte Blechkuben, nur nach finanziellen Zielvorstellungen strebend, technisch gerade eben die Vorschriften erfüllend, sind leider oft die Folge dieses Missverständnisses. Industriebauten zeichnen sich durch ihre grosse Volumetrie aus, es sind also prägende Eingriffe in den Landschafts- oder Stadtraum und benötigen um so grössre Sorgfalt. Mehr

Als sich in der ersten Hälfte des 19. Jh. die Heimindustrie zur Fabrikindustrie entwickelte, entstanden schöne Repräsentationsbauten als Zeichen der wirtschaftlichen Potenz. Solche Bauten kennen wir aus der Stickereiblüte, sie werden bewundert und unter Schutz gestellt.
Die Schreinerei Hörler gab die Gelegenheit zum Versuch, mit den Mitteln unserer Zeit an diese fast vergessene Tradition anzuknüpfen. Einfache Materialien prägen das Gesicht des Hauses, das sich in die beiden Bereiche Produktion und Büro aufteilen lässt.» Aus: DBZ, Deutsche Bauzeitschrift, 7/1989, Schreinerei in St.Gallen/CH. Weniger

nach oben