Integrierte Psychiatrie Schlosstal

Ort: Wieshofstrasse 102, 8408 Winterthur
Wettbewerb: 1. Rang 2015
Ausführung: 2016 – 2019
Bauherrschaft: Kanton Zürich
Landschaftsarchitekten: Raderschall Partner
Dokumentation: PDF anzeigen
 
Im Landschaftspark an der Töss – ein Naherholungsraum welcher von den historischen Industrien geprägt ist – befindet sich die Psychiatrische Klinik Schlosstal. Das Industriedenkmal der ehemaligen Spinnerei Beugger bildet den Kopfbau des heutigen Klinikkomplexes. Der Neubau ist entlang der Hauptachse des Erweiterungsbaus geplant und schliesst das Ensemble ab. Die neun Stationen sind in drei Gebäuden organisiert, die sich in Proportionen und Orientierung unterscheiden. Die Staffelung des Volumens unterstützt die gute Integration in die Landschaft. Ein zentraler Kern, versteckt in der volumetrischen Überlappung, bedient alle neuen Stationen. Kurze und sichere Wege garantieren eine sehr effiziente Organisation der täglichen Abläufe. Mehr

 
In der ersten Etappe werden die zwei nach Osten und Westen orientierten Gebäude realisiert. Für die zukünftige Erweiterung lässt die vorgeschlagene Gebäudekomposition verschiedene Möglichkeiten zu: Einerseits ist eine Wiederholung der zwei Gebäude in Ost- West- Richtung entlang der Hauptachse möglich. Andererseits könnte, wie im Lageplan vorschlagen, ein Riegel nach Norden am zentralen Gebäudekern angeschlossen werden.
 
Das äussere Erscheinungsbild der historischen Spinnerei mit ihrer Lochfassade wird beim Neubau neu interpretiert. Die Fassade besteht aus einem erdgeschossigen Sockel, einem zweigeschossigen Korpus und dem oberen Abschluss. Dieses Element respektiert die Firstlinie der historischen Fassade.
 
Die bestehende Grünzone bietet einen ausgezeichneten Rahmen für das neue Gebäude. Durch den historischen Garten ist der Neubau zu Fuss gut erreichbar. Hier ist ein neuer Nebeneingang für die Besucher und die Mitarbeiter geplant. Der Empfang, ein offenes und transparentes Volumen, befindet sich im Verbindungsgelenk. Das Treppenhaus ist das Kernstück des Neubaus. Als zentraler Raum verbindet es die Stationen und generiert ein «Windradschema», welches sich auf die Stationsgrundrisse überträgt. Die so geschaffenen Blickbeziehungen in den Aussenraum ermöglichen eine gute innere Orientierung. Im Gebäudekern sind auch die Funktionsräume integriert. Weniger

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