Haus Schwertgasse

Ort: Schwertgasse 15, 9000 St.Gallen
Direktauftrag: 2004
Ausführung: 2012 – 2013
Bauherrschaft: privat
Kunst am Bau: Tobias Maximilian Schnell
Publikation: René Hornung, Werner Huber: St.Gallen baut. Ein Führer zur zeitgenössischen Architektur. Edition Hochparterre, Zürich 2014.
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Unaufdringlich erweist das Wohn- und Geschäftshaus an der Schwertgasse 15 seinen Nachbarhäusern aus unterschiedlichen Epochen seine Referenz. Als Neubau ersetzt es ein im Jahr 2002 durch einen Brand zerstörtes, zweigeschossiges Altstadthaus. Die Schwertgasse liegt im Quartier St.Mangen im Nordosten der historischen Altstadt von St.Gallen. Gebäude aus unterschiedlichen Zeiträumen fügen sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem dichten und vielschichtigen Altstadtkörper. Nebst der Hauptausrichtung zur Schwertgasse ist die Parzelle durch das schmale und verwinkelte Heidengässlein begrenzt. Dieser Durchgang führt durch eine Hinterhauszone in die Katharinengasse, in welcher sich das ehemalige Dominikanerinnenkloster St.Katharina befindet. Mehr

 
Im Grundriss des Gebäudes wird der verwinkelte Verlauf des Heidengässleins aufgenommen und durch schmale Fenster in den Gassenraum thematisiert. Ein eingeschossiger Gebäudeteil verbindet das Haus volumetrisch mit dem westlichen Nachbarhaus. Ein Atelierraum befindet sich an dieser Schnittstelle. Im Erdgeschoss ist eine ortstypische Gewerbefläche mit Schaufenstern zur Schwertgasse angeordnet. Das erste Obergeschoss beinhaltet eine Geschosswohnung mit einer rückseitigen Terrasse. Im zweiten und dritten Obergeschoss befindet sich eine Maisonettewohnung. Diese profitiert von einer Dachterrasse mit Abendsonne und einem atemberaubenden Ausblick über die Dächer des St.Mangenquartiers.
 
Im Ausdruck ordnet sich das Gebäude selbstverständlich und unaufgeregt in die Struktur der historischen Schwertgassenbebauung ein. Das Sockelgeschoss ist in gestocktem Beton ausgeführt und wird bis um die Ecke ins Heidengässlein hinein betont. Aussen angeschlagene Fenster aus Baubronze nehmen Bezug auf die aussen bündigen Vorfenster der benachbarten Riegelhäuser. Die mineralisch verputzte Fassade ist mit braun gestrichenen Holzläden versehen. Diese wurden an deren Stirnseite vom Künstler Tobias Maximilian Schnell mit unterschiedlichen Wörtern gestaltet. Die Seitenfassade zum Heidengässlein ist mit frei angeordneten Lochfenstern ohne Läden entworfen. Rückseitig ist die eher versteckte Hinterhausfassade in gestocktem Beton veredelt ausgeführt. Der Gebäudeteil an der Schnittstelle zum Nachbarhaus ist mit einer gestrichenen Holzverschalung versehen als Innenhofbau ausgebildet. Weniger

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